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Geschichte der Bergedorfer Kunstschau

Es begann 2010. Die Bergedorfer Künstler fühlten sich wenig beachtet, zu wenig Geld, zu wenig Ausstellungsmöglichkeiten, zu wenig Ausstellungsorte. Ute Becker-Ewe rief dazu auf, sich zusammenzutun und eine Kunstschau zu organisieren. Nach längerer Zeit fand sich Marlies Thoms mit Künstlerfreunden bei Ute ein und bat, ihnen bei einer Kunstausstellung zu helfen. Und so begannen Ute und Marlis, mit gemeinsam Überlegungen, wie man das bewerkstelligen könnte.

Ute sprach mit wichtigen Institutionen in Bergedorf und bat um Öffnung ihrer Räume für eine Kunstausstellung, da es in Bergedorf dafür keine Räume gab, möglichst kostenfrei. Das Bergedorfer Schloss, die Mühle, die LOLA und das Bergedorfer Geschichtskontor konnte dafür gewonnen werden, und auch von der Bezirksversammlung Bergedorf kamen positive Signale. Sponsoren fanden sich, denn die KünstlerInnen wünschten sich einen Katalog, mit dem sie auch später ihre Kunst präsentieren konnten. Es fand sich auch eine Künstlerin, die uns ein Logo erstellte, so schlicht und schön, dass es bis heute verwendet wird.

Nun meldeten sich weitere Künstler zur Mitarbeit im Orga-Team und dazu manche, die Interesse hatten, ihre Werke auszustellen. Besonders wichtig war Frau Meede, da sie als Professorin für Fotografie in der Lage war, einen Katalog zu erstellen. So kam es zur ersten Ausstellung 2011. Diese löste Freude und Begeisterung aus, denn dies war die erste gemeinsame Ausstellung von etwa 25-30 Künstlern aus Bergedorf und Umgebung. Natürlich gab es auch Kritik, einige Arbeiten waren einigen Künstlern nicht anspruchsvoll genug. Aber wichtiger war es, dass Künstler für eine erste Ausstellung zusammengefunden haben. Es folgten jeweils Ausstellungen 2012, 2014 und 2016, die allmählich immer mehr renommierte Künstler anzogen. Es entstand aber auch eine heftige Debatte innerhalb der Künstlerschaft, was als Kunst gelten kann und was nicht. Auch der Katalog wurde schwer kritisiert als unzureichend und mit zu vielen Fehlern. Der Streit führte dazu, dass sich kein Team mehr fand, das gemeinsam eine Ausstellung durchführen wollte.

Ute Becker-Ewe machte einen neuen Anlauf, die Kunstschau für Bergedorf zu erhalten. Sie gewann Jens Kappenberg, den sie öfter auf Vernissagen traf. Beide waren der Ansicht, dass eine neue Kunstschau gut, wichtig und richtig wäre. Weitere kamen hinzu, und es gelang, in 2019 eine neue Kunstschau zu erstellen, es fand sich eine Jury, und das Organisationsteam erweiterte sich zusehends mit Bergedorfer Künstlern. Voller Freude wurde eine neue Kunstschau organisiert.

Auch einen Katalog sollte es wieder geben, aber die Finanzierung war ein Problem und die Frage, wer diesen Katalog erstellt. Da traf es sich gut, dass Utes Tochter Gisela jemanden kannte, und zwar Jonas Ehrsam, der darin Erfahrung hatte. Auch Gisela selbst hat während ihres Studiums Fotobearbeitungskurse absolviert, und wir waren sehr erleichtert, jemanden gefunden zu haben. Sponsorengelder erlaubten, dafür ein Honorar zu bezahlen. Dies hatte Bestand bis 2024.

Weiterhin blieb es dabei: jeder Künstler, der ausstellte, gibt 50 Euro für die Kosten des Katalogs und bekommt jeweils zwei Exemplare kostenfrei. Eine Versicherung der Kunstwerke war aus Kostengründen nicht möglich, so dass die Künstler sich selbst einige Stunden als Aufsicht zur Verfügung stellen müssen. Mit diesen Prinzipien gelang eine Ausstellung 2019, 2022 und 2024, mit großartigen Künstlern, mit vielen Ideen, mit Ausweitung auf Kreativorte, Besucherbetreuung und Publikumspreis.

Das bisherige Orga-Team ging 2024 aus Altersgründen auseinander, und Ute gab das Versprechen ab, noch einmal eine Gruppe aufzubauen, um die Bergedorfer Kunstschau für die Zukunft zu erhalten. Und dem neuen Team die Möglichkeit zu geben, sich in die Themen Räume, Kosten, Künstler und Jury einzuarbeiten. Diese neue Orga-Gruppe arbeitet bereits daran, die neue Kunstschau ist geplant für den 22. bis 30. Mai 2027.

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